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Haar- & Kopfhautgesundheit: Ursachen, Prozesse und sanfte natürliche Pflege

Eine gesunde Kopfhaut ist die Basis für kräftiges, glänzendes Haar. Dennoch leiden viele Menschen unter Beschwerden wie Trockenheit, Juckreiz, Schuppenbildung, übermäßiger Talgproduktion oder Haarbruch, ohne die genauen Ursachen zu kennen. Haar und Kopfhaut sind Teil desselben biologischen Systems: dem Haarfollikel. Wer dieses System versteht, kann gezielter wählen, was Haar und Kopfhaut wirklich unterstützt. In diesem Ratgeber besprechen wir die wichtigsten Prozesse, Ursachen für häufige Beschwerden und wie eine milde, natürliche Pflege das Gleichgewicht bewahren kann.

1. Struktur von Haar und Kopfhaut

Haar wächst aus dem Haarfollikel, einem komplexen Mini-Organ, das tief in der Dermis verankert ist. Jeder Follikel produziert einen Haarschaft und arbeitet eng mit der angrenzenden Talgdrüse zusammen. Die Talgdrüse sondert Sebum (Talg) ab, das über den Follikel an die Haaroberfläche und auf die Kopfhaut transportiert wird. Dies ist auch der Grund, warum die Gesundheit der Kopfhaut und der Zustand des Haares so eng miteinander verknüpft sind: Sie teilen sich dasselbe System.

Der Haarschaft selbst besteht aus drei Schichten. Der innerste Kern wird Medulla genannt, darum liegt der Cortex, der die Stärke und Farbe des Haares bestimmt, und die äußerste Schicht ist die Cuticula: überlappende, wie Dachziegel angeordnete Schuppen, die den Haarschaft schützen. Eine intakte Cuticula sorgt für Glanz und Geschmeidigkeit. Wenn die Cuticula durch Hitze, UV-Strahlung, chemische Behandlungen oder mechanische Reibung beschädigt wird, wird das Haar poröser, trockener und brüchiger.

Die Kopfhaut besitzt mehr Talgdrüsen pro Quadratzentimeter als fast jeder andere Körperteil. Das macht sie anfälliger für Störungen im Talg-Gleichgewicht als beispielsweise die Arme oder der Rücken. Gleichzeitig schützt das vorhandene Sebum die Kopfhaut und das Haar auf natürliche Weise.

2. Die Kopfhautbarriere

Die Kopfhautbarriere funktioniert ähnlich wie die Hautbarriere im Gesicht: Eine Kombination aus Hautzellen, Lipiden und Mikroorganismen bildet eine Schutzschicht, die den Feuchtigkeitsverlust begrenzt, externe Reize abwehrt und die darunter liegenden Strukturen schützt. Wenn diese Barriere intakt ist, verfügt die Kopfhaut über einen guten Feuchtigkeitshaushalt, reagiert unempfindlich auf Reize und produziert Talg in einem gesunden Rhythmus.

Eine Störung der Kopfhautbarriere entsteht schneller als man denkt. Shampoos mit aggressiven Sulfaten, zu heißes Wasser, zu häufiges Waschen oder der übermäßige Gebrauch von Stylingprodukten können zu einer geschwächten Barrierefunktion beitragen. Symptome wie Juckreiz, Schuppenbildung, Trockenheit oder eine kompensatorische übermäßige Talgproduktion sind Signale dafür, dass die Kopfhaut ihr Gleichgewicht verloren hat.

Eine juckende oder schuppige Kopfhaut bedeutet nicht zwangsläufig, dass Sie mehr oder häufiger waschen müssen. Oft ist das Gegenteil der Fall: Eine weniger häufige, mildere Reinigung gibt der Kopfhautbarriere den nötigen Raum zur Regeneration.

Die Beziehung zwischen der Kopfhautbarriere und dem Haarzustand ist direkt. Eine gesunde Barriere unterstützt den Haarfollikel, was zu einem regelmäßigen, kräftigen Haarwachstum beiträgt. Eine chronisch gestörte Barriere kann den gegenteiligen Effekt haben.

3. Talgproduktion und Haarzustand

Talg hat oft einen schlechten Ruf, ist aber in der richtigen Menge unverzichtbar für Kopfhaut und Haar. Er ist der natürlichste Conditioner überhaupt: Sebum verteilt sich über den Haarschaft bis in die Spitzen und verleiht dem Haar seinen natürlichen Glanz und seine Geschmeidigkeit. Menschen mit sehr kurzem Haar oder einer Glatze spüren dies deutlich: Die Haut produziert Talg, aber das Haar fehlt, um ihn aufzunehmen, was zu einem fettigen Gefühl auf der Kopfhaut führt.

Zu viel Talg

Eine übermäßige Talgproduktion führt zu einer fettigen Kopfhaut, strähnigem Haar und einer schnelleren Ansammlung von Staub und Produktrückständen. Oft neigt man dann dazu, häufiger zu waschen, was jedoch einen Teufelskreis in Gang setzen kann: Häufiges Waschen stimuliert die Talgdrüsen erneut, wodurch die Kopfhaut schneller nachfettet. Das schrittweise Verlängern der Waschintervalle in Kombination mit milden Produkten hilft dabei, die Talgproduktion langfristig zu normalisieren.

Zu wenig Talg

Ein Talgmangel äußert sich in einer trockenen, spannenden Kopfhaut, Schuppenbildung ohne Fettglanz sowie sprödem, stumpfem Haar. Dies kann durch aggressive Reinigung, klimatische Bedingungen wie kalte, trockene Luft oder hormonelle Veränderungen entstehen. Milde Pflanzenöle können in diesem Fall helfen, die Lipidschicht der Kopfhaut zu unterstützen.

4. Das Mikrobiom der Kopfhaut

Die Kopfhaut beherbergt ein eigenes Ökosystem aus Bakterien, Hefen und anderen Mikroorganismen. Dieses Mikrobiom spielt eine aktive Rolle beim Schutz der Kopfhaut, der Regulierung der Barrierefunktion und dem Gleichgewicht der Talgproduktion. Einer der bekanntesten Mikroorganismen auf der Kopfhaut ist der Hefepilz Malassezia, der natürlicherweise vorkommt, aber bei Überbesiedlung mit Schuppenbildung und Empfindlichkeit assoziiert wird.

Das Mikrobiom der Kopfhaut reagiert empfindlich auf äußere Störungen. Shampoos mit starken antimikrobiellen Stoffen, extrem häufiges Waschen, okklusive Stylingprodukte und sogar Klimaveränderungen können das Gleichgewicht beeinflussen. Wie bei der Gesichtshaut gilt: Je weniger aggressive Stoffe auf die Kopfhaut gelangen, desto stabiler bleibt in der Regel das Mikrobiom.

Milde Reinigung, ein moderater Waschrhythmus und Zurückhaltung bei schweren Stylingprodukten sind die effektivsten Wege, das Kopfhautmikrobiom zu unterstützen. Mehr über die Rolle des Mikrobioms lesen Sie in unserem Blogartikel über juckende Kopfhaut und eine milde Routine. Über den Unterschied zwischen Schuppen und einer empfindlichen Kopfhaut sowie die Rolle von Malassezia erfahren Sie mehr in unserem Blogartikel über Schuppen und empfindliche Kopfhaut.

5. Trockene Kopfhaut versus trockenes Haar

Trockene Kopfhaut und trockenes Haar werden oft verwechselt, sind aber zwei grundlegend unterschiedliche Phänomene mit verschiedenen Ursachen und Lösungen. Sie können gleichzeitig auftreten, müssen es aber nicht.

Trockene Kopfhaut

Eine trockene Kopfhaut entsteht durch einen Lipidmangel in der Hautbarriere. Die Kopfhaut spannt, es bilden sich kleine, trockene, lose Schuppen, und es kann zu Juckreiz oder Empfindlichkeit kommen. Häufige Ursachen sind aggressive Reinigung, hartes Wasser, niedrige Luftfeuchtigkeit und hormonelle Schwankungen. Die Pflege zielt auf die Wiederherstellung der Barrierefunktion ab: mildere Reinigung, selteneres Waschen und gegebenenfalls Pflanzenöle als Kopfhautkur. Mehr dazu lesen Sie in unserem Blogartikel über den Unterschied zwischen trockener Kopfhaut und Schuppen.

Trockenes Haar

Trockenes Haar ist das Ergebnis von Schäden an der Cuticula des Haarschafts. Die Schuppenschicht ist beschädigt oder aufgeraut, wodurch Feuchtigkeit entweicht und externe Schadstoffe leichter eindringen können. Trockenes Haar fühlt sich rau an, lässt sich schwer entwirren, glänzt kaum und neigt zu statischer Aufladung. Ursachen sind Hitzestyling, UV-Strahlung, chemische Behandlungen wie Färben oder Bleichen sowie mechanischer Stress durch zu starkes Bürsten oder Handtuchreiben.

Der Ansatz ist also verschieden: Bei trockener Kopfhaut regenerieren Sie die Lipidschicht der Haut, bei trockenem Haar schützen und reparieren Sie die Cuticula des Haarschafts. Öle spielen bei beidem eine Rolle, aber die Anwendung unterscheidet sich.

Trockene Kopfhaut Trockenes Haar
Ursache Lipidmangel in der Hautbarriere Beschädigte Cuticula des Haarschafts
Symptome Schuppen, Juckreiz, spannende Kopfhaut Raues, stumpfes, brüchiges Haar, schwer entwirrbar
Auslöser Aggressive Reinigung, hartes Wasser, niedrige Luftfeuchtigkeit Hitze, UV, chemische Behandlungen, Reibung
Ansatz Mildere Reinigung, Öl auf die Kopfhaut Cuticula schützen, Öl auf den Haarschaft

6. Haarporosität und Ölaufnahme

Die Haarporosität bestimmt, wie leicht der Haarschaft Feuchtigkeit und andere Stoffe aufnimmt und speichert. Sie ist einer der entscheidendsten Faktoren bei der Wahl des richtigen Öls. Eine niedrige Porosität erfordert leichte Öle, die nicht auf der Oberfläche liegen bleiben, während eine hohe Porosität reichhaltigere Öle verträgt, welche die Cuticula versiegeln und den Feuchtigkeitsverlust begrenzen. Welches Öl zu welcher Porosität passt, wie Sie diese erkennen und warum manche Öle Ihr Haar beschweren, während andere ideal wirken, lesen Sie ausführlich in unserem Blog über Haarporosität und Öle.

7. Produkt-Build-up und mechanische Schäden

Build-up ist die Ansammlung von Produktrückständen auf dem Haarschaft und der Kopfhaut. Silikone, Wachse und schwere Conditioner schichten sich bei jeder Wäsche auf, was zu mattem, schwerem Haar und einem "erstickten" Gefühl auf der Kopfhaut führt. Hartes Wasser verschlimmert dies, da Kalkrückstände die Cuticula stören. Wie Sie Build-up erkennen und was hartes Wasser damit zu tun hat, lesen Sie in unserem Blog über Produkt-Build-up und hartes Wasser.

Mechanische Schäden

Neben chemischer und thermischer Belastung ist mechanischer Stress eine oft unterschätzte Quelle für Haarschäden. Harte Bürsten, aggressives Frottieren mit dem Handtuch, straffe Frisuren und das Schlafen auf Baumwollkissen verursachen Reibung, welche die Cuticula schädigt. Weiche Materialien, vorsichtiges Entwirren von nassem Haar und lockerere Frisuren sind einfache, aber effektive Maßnahmen.

Nasses Haar ist extrem empfindlich: Der Haarschaft ist aufgequollen und die Cuticula steht in diesem Moment weiter offen. Behandeln Sie nasses Haar stets mit Vorsicht und verwenden Sie zum Entwirren vorzugsweise einen grobzinkigen Kamm anstelle einer Bürste.

8. Umwelt, Lebensstil und Hormone

Haar und Kopfhaut reagieren nicht nur auf Pflegeprodukte, sondern auch auf interne und externe Faktoren, die nichts mit Ihrer Routine zu tun haben.

Umweltfaktoren

Kalte, trockene Luft im Winter und Klimaanlagen im Sommer senken die Luftfeuchtigkeit um das Haar, was zur Austrocknung des Haarschafts führt. UV-Strahlung greift die Struktur des Haares an und kann die Cuticula schwächen. Wind verursacht mechanische Reibung und Knotenbildung. Dies bedeutet nicht, dass Sie das Haar ständig bedecken müssen, aber saisonale Anpassungen Ihrer Routine können sinnvoll sein.

Stress und Ernährung

Chronischer Stress beeinflusst den Haarzyklus. Bei anhaltendem Stress können mehr Haare gleichzeitig in die Telogenphase (Ruhephase) eintreten. Das Resultat ist ein verstärkter Haarausfall, bekannt als telogenes Effluvium. Auch ein Mangel an bestimmten Nährstoffen wie Eisen, Zink, Biotin oder Proteinen kann den Haarzustand beeinflussen, wobei dieses Thema über die kosmetische Pflege hinausgeht. Mehr über den Haarzyklus und die Ursachen von Haarausfall erfahren Sie in unserem Blog über Haarausfall und den Haarzyklus.

Hormonelle Faktoren und der Haarzyklus

Haar wächst in drei Phasen: Die Anagenphase ist die aktive Wachstumsphase (durchschnittlich zwei bis sechs Jahre). Die Katagenphase ist eine kurze Übergangsphase (zwei bis drei Wochen). Die Telogenphase ist die Ruhephase, nach der das Haar ausfällt und ein neuer Zyklus beginnt. Hormone spielen eine entscheidende Rolle für die Dauer und den Verlauf dieser Phasen.

Während der Schwangerschaft verlängert Östrogen die Anagenphase, was zu dickem, vollem Haar führt. Nach der Entbindung normalisiert sich der Hormonspiegel schnell, wodurch viele Haare gleichzeitig in die Telogenphase eintreten: der bekannte postpartale Haarausfall. Menopause, Schilddrüsenprobleme und andere hormonelle Verschiebungen beeinflussen den Haarzustand ebenfalls. Dies sind medizinische Themen, aber das Verständnis der Hintergründe hilft bei der Einordnung der Symptome.

Wie oft waschen?

Es gibt keine universelle Antwort auf die Frage nach der Waschhäufigkeit. Der ideale Rhythmus unterscheidet sich je nach Kopfhauttyp, Haartyp, Lebensstil und Jahreszeit. Menschen mit fettiger Kopfhaut waschen im Durchschnitt häufiger als Menschen mit trockener Kopfhaut. Die schrittweise Verlängerung der Intervalle in Verbindung mit milden Shampoos hilft dabei, die Talgproduktion langfristig zu normalisieren. Mehr dazu in unserem Blog Wie oft sollte man die Haare waschen?.


9. Milde Pflege von Haar und Kopfhaut

Eine unterstützende Haarroutine muss nicht kompliziert sein. Die Basis bilden milde Reinigung, gezielte Pflege der Kopfhaut und Schutz des Haarschafts.

Schritt 1: Milde Reinigung

Das Reinigungsprodukt ist der entscheidende Schritt. Shampoos mit aggressiven Sulfaten wie Sodium Lauryl Sulfate (SLS) reinigen zwar effektiv, können aber die Lipide der Kopfhautbarriere angreifen. Mildere Alternativen sind Shampoos auf Basis von Sodium Laureth Sulfate (SLES) oder Coco-Glucoside. Bei trockener oder empfindlicher Kopfhaut ist dies der wichtigste Hebel. Wer Shampoo ganz ersetzen möchte, kann Co-Washing in Betracht ziehen: Mehr dazu in unserem Blog über Co-Washing und wie man damit beginnt.

Schritt 2: Öl als Kopfhautkur

Pflanzenöle können als Pre-Wash-Kur genutzt werden: Tragen Sie eine kleine Menge Öl auf die Kopfhaut auf, massieren Sie es sanft ein und lassen Sie es 20 bis 30 Minuten vor dem Waschen einwirken. Dies schützt die Kopfhaut während der Wäsche. Verwenden Sie vorzugsweise leichte Öle wie Jojobaöl oder Arganöl.

Schritt 3: Öl für den Haarschaft

Auf dem Haarschaft dient Öl dem Schutz der Cuticula und der Verringerung des Feuchtigkeitsverlusts. Tragen Sie eine kleine Menge Öl auf die Mittellängen und Spitzen von trockenem oder leicht feuchtem Haar auf. Bei lockigem Haar kann Öl auch als Stylingprodukt zur Definition genutzt werden. Mehr dazu unter natürliche Öle für lockiges Haar.

Schritt 4: Hydrolate als Kopfhautspray

Hydrolate können als milder Zwischenschritt zwischen den Wäschen auf die Kopfhaut gesprüht werden. Rosen- oder Lavendelwasser verleihen ein frisches Gefühl, ohne die Talgbalance zu stören. Eine ideale Option für eine Erfrischung zwischendurch ohne komplette Wäsche.

Schritt 4b: Periodische Tiefenreinigung mit Tonerde

Bei Build-up oder Kalkablagerungen kann eine gelegentliche Tonerdemaske auf der Kopfhaut die Reinigung ergänzen. Tonmineralien wie Ghassoul und Bentonit reinigen durch Adsorption: Sie ziehen Verunreinigungen elektrisch an. Dies ist eine Intensivbehandlung, kein täglicher Reiniger. Mehr dazu unter Kopfhaut-Peeling mit Tonerde.

Schritt 4c: Kopfhautmassage

Regelmäßige Kopfhautmassagen stimulieren die Durchblutung der Dermis durch Mechanotransduktion: Mechanischer Druck wird in zelluläre Signale um den Follikel umgewandelt. Vier bis fünf Minuten tägliche Massage sind eine effektive Ergänzung. Mehr zu Technik und Mechanismus unter Kopfhaut massieren.

Schritt 5: Hitze und Reibung reduzieren

Föhnen Sie auf niedriger Temperatur und halten Sie Abstand. Lassen Sie das Haar nach Möglichkeit lufttrocknen. Ersetzen Sie Baumwoll-Kissenbezüge durch Seide oder Satin. Nutzen Sie grobzinkige Kämme für nasses Haar und vermeiden Sie zu straffe Haargummis.

10. Welches Öl passt zu Ihrem Haar und Ihrer Kopfhaut?

Nicht jedes Öl funktioniert bei jedem Haartyp. Die Wahl hängt von Porosität, Haardicke und Kopfhauttyp ab. Hier ein Überblick über unser Sortiment:

Haar & Kopfhaut
Jojobaöl

Leichtes flüssiges Wachs, das Sebum nachahmt. Für alle Haartypen geeignet, auch bei fettiger Kopfhaut. Nicht komedogen.

Haar & Kopfhaut
Arganöl

Reich an Vitamin E und Ölsäure. Ideal für den Haarschaft und nährend für die Kopfhaut. Gut für trockenes Haar. Mehr im Blog über Arganöl für das Haar.

Haar & Kopfhaut
Avocadoöl

Nährend und reichhaltiger. Dringt gut in den Haarschaft ein. Geeignet für trockenes, dickes oder chemisch behandeltes Haar.

Haar & Kopfhaut
Hanfsamenöl

Leicht, linolsäurereich, nicht komedogen. Besonders gut für feines Haar und empfindliche Kopfhaut. Mehr im Blog über Hanfsamenöl für das Haar.

Haar & Kopfhaut
Rizinusöl

Dickflüssig und okklusiv. Traditionell für Haar und Brauen genutzt. Für die Längen am besten mit einem leichteren Öl verdünnen. Mehr im Blog über Rizinusöl für das Haar.

Haar & Kopfhaut
Macadamiaöl

Reich an Palmitoleinsäure. Leicht, wird gut aufgenommen, ideal für feines Haar und sensible Kopfhaut.

Haar & Kopfhaut
Baobaböl

Zieht trocken ein trotz nährendem Profil. Ausgewogenes Omega 3-6-9 Verhältnis. Ideal für lockiges Haar. Mehr im Blog über Baobaböl für das Haar.

Kopfhaut
Schwarzkümmelöl

Traditionell bei sensibler Kopfhaut. Einzigartig durch Thymochinon. Vorzugsweise verdünnt anwenden. Mehr im Blog über Schwarzkümmelöl für das Haar.

Haar (Spitzen)
Hagebuttenkernöl

Leicht und linolsäurereich. Gut als leichtes Finish für die Spitzen. Wegen schnellerer Oxidation weniger ideal für die Kopfhaut.

Haarkombination
Hair Boost

Kombination aus Argan- und Avocadoöl. Speziell für Haar und Kopfhaut entwickelt.

Möchten Sie wissen, welches Öl für Ihren Haartyp ideal ist? Lesen Sie unseren Blog Was Jojobaöl ideal für Haar und Gesicht macht. Entdecken Sie unser gesamtes Sortiment an natürlichen Ölen.

11. Häufige Irrtümer

"Eine juckende Kopfhaut bedeutet immer Trockenheit"

Juckreiz ist häufig, aber die Ursache ist längst nicht immer Trockenheit. Übermäßige Talgproduktion, Produktrückstände, ein gestörtes Mikrobiom oder Malassezia können ebenfalls Juckreiz auslösen. Verstehen Sie erst die Ursache, bevor Sie die Routine anpassen. Mehr dazu unter Juckende Kopfhaut und mögliche Ursachen.

"Öl macht die Kopfhaut fettiger"

Das gilt nicht für alle Öle. Jojobaöl ahmt die Talgzusammensetzung nach und wird oft gut vertragen, ohne die Talgproduktion zu stimulieren. Schwere Öle wie Rizinusöl können bei Übermaß hingegen zu einem fettigen Gefühl beitragen. Die Anwendung und Wahl des Öls sind entscheidend.

"Tägliches Waschen ist nötig für eine gesunde Kopfhaut"

Die notwendige Waschhäufigkeit ist individuell. Bei fettiger Kopfhaut kann tägliches Waschen nötig erscheinen, bei trockener Kopfhaut schwächt es jedoch oft die Barrierefunktion. Es gibt keine Norm: Der ideale Rhythmus ist der, bei dem sich die Kopfhaut wohlfühlt.

"Teure Haarpflege ist immer besser"

Der Preis sagt wenig über die Sanftheit oder Eignung aus. Es zählt die Zusammensetzung: milde Tenside und der Verzicht auf unnötige Reizstoffe. Das Lesen der Inhaltsstoffliste ist effektiver als das Vertrauen auf Marketingversprechen.

12. Wann professionelle Hilfe suchen?

Milde Pflege hilft oft, aber manche Beschwerden erfordern eine fachliche Beurteilung. Konsultieren Sie einen Dermatologen bei:

  • Anhaltender oder schwerer Schuppenbildung, die nicht auf milde Pflege anspricht
  • Schmerzhaften, roten oder entzündeten Stellen auf der Kopfhaut
  • Plötzlichem oder diffusem Haarausfall über das normale Maß hinaus
  • Sichtbaren kahlen Stellen oder zurückweichendem Haaransatz
  • Starkem Juckreiz, der den Alltag beeinträchtigt

Erkrankungen wie seborrhoisches Ekzem, Psoriasis, Alopezie oder Pilzinfektionen erfordern eine medizinische Diagnose. Kosmetische Pflege unterstützt das Wohlbefinden, ersetzt aber keinen Arztbesuch.


Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen trockener Kopfhaut und Schuppen?

Trockene Kopfhaut entsteht durch Lipidmangel und zeigt sich durch kleine, trockene, lose Schuppen. Schuppen im Zusammenhang mit seborrhoischer Dermatitis sind meist größer, fettiger und gelblich, oft begleitet von Rötungen. Bei trockener Kopfhaut hilft milde Reinigung und Lipidzufuhr, bei seborrhoischer Dermatitis ist ein Arztbesuch ratsam.

Welches Öl ist am besten für die Kopfhaut?

Das hängt vom Typ ab. Für trockene oder sensible Kopfhaut eignen sich leichte Öle wie Jojoba- oder Macadamiaöl. Für fettige Kopfhaut ist Jojobaöl ideal, da es dem Talg ähnelt. Schwarzkümmelöl wird traditionell bei reaktiver Kopfhaut genutzt. Schwere Öle wie Rizinusöl sind eher für den Haarschaft als für die Kopfhaut geeignet.

Wie verwende ich Öl für die Haare, ohne dass sie schwer werden?

Nutzen Sie so wenig wie möglich: 1 bis 3 Tropfen genügen meist. Tragen Sie das Öl auf die Mittellängen und Spitzen auf, nicht auf den Ansatz. Erwärmen Sie es kurz in den Handflächen für eine gleichmäßige Verteilung. Wählen Sie ein Öl passend zur Porosität: Leichtes Jojoba- oder Arganöl bei niedriger Porosität, reichhaltigere Öle bei hoher Porosität.

Wie oft sollte man die Haare waschen?

Es gibt keine Universalregel. Der Rhythmus hängt von Kopfhauttyp, Lebensstil und Jahreszeit ab. Waschen Sie so selten wie möglich mit milden Produkten. Die schrittweise Verlängerung der Intervalle hilft, die Talgproduktion langfristig einzupendeln.

Was ist Haarporosität und warum ist sie wichtig?

Die Porosität beschreibt die Fähigkeit des Haares, Feuchtigkeit aufzunehmen. Niedrige Porosität bedeutet eng anliegende Schuppen (nimmt schwer Feuchtigkeit auf, hält sie aber gut). Hohe Porosität bedeutet offene Schuppen (nimmt schnell auf, verliert aber auch schnell). Sie bestimmt, welche Produkte in Ihrem Haar funktionieren.

Kann Stress Haarausfall verursachen?

Chronischer Stress kann zu telogenem Effluvium führen: Haare treten vorzeitig in die Ruhephase ein, was nach einigen Monaten zu verstärktem Ausfall führt. Dies ist meist temporär. Anhaltender Haarausfall sollte jedoch immer medizinisch abgeklärt werden.

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